
Seit frühester Jugend habe ich alles, was ich erfahren, erlebt und gesehen habe in Form von Bildern und Zeichnungen wiedergegeben. Bevor ich meine künstlerische Laufbahn begonnen habe, übte ich einen kaufmännischen Beruf aus. Während dieser Zeit habe ich mir sowohl autodidaktisch wie auch mit Hilfe von bildenden Künstlern viele Techniken der Bildgestaltung und des Druckes erschlossen. Ende der achtziger Jahre, Anfang der neunziger Jahre studierte ich über ein Fernstudium freie Malerei, später folgte noch ein Studium im Bereich Pressezeichnen und Karikatur. Meine Mentoren waren Zirnig, Halbinger und van Velsen.
Ich habe nach einer Möglichkeit gesucht, Kunst, Kreativität, Tradition und gesellschaftliches Engagement zu verbinden. Die Intention ist es, mit einfachen und ursprünglichen Mitteln Stimmungen, Impressionen auszudrücken, gesellschaftliche Kritik auszuüben, kurz gesagt, meiner künstlerischen Identität Ausdruck zu verleihen. Mein Ziel, altes Handwerk und schöpferische Arbeit mit einander zu verbinden, führte mich zu zwei ganz unterschiedlichen und alten Techniken:
Feder, Bleistift und Kohle gehören zu den klassischen Zeichenwerkzeuge. Nach langem Suchen und experimentieren habe ich mich für sie entschieden. Mit ihnen halte ich Impressionen aus der Umgebung, vorwiegend Leonberger Raum, fest und karikiere kleine Begebenheit des Alltags. Mit Hilfe von Federskizzen möchte ich die Erinnerungen an alte Plätze und Häuser erhalten und wieder wecken. Diese Zeichnungen sind Zeitdokumente, die die Stadt oder ihre Umgebung zu einer bestimmten Zeit wiederspiegeln. Mit ihnen möchte ich dem Betrachter zeigen, dass nicht alles, was modern ist, auch unbedingt schön ist, dass nicht alles, was alt ist, erneuert werden muss. Oft lohnt es sich, das Alte zu bewahren.Meine Zeichnungen sollen die Schönheiten einer Stadt, ihren ursprünglichen Charakter hervorheben. Die üblichen Postkartenperspektiven”, die jedem ins Auge springen, werden von mir vermieden. Die Motive werden nicht abstrahiert, sondern impressionistisch dargestellt.
Seit 1999 gestalte ich mit Drucken von meinen Federzeichnungen Kalender. Sie werden in meinem Verlag “Edition Buch und Kunst” in limitierter Auflage veröffentlicht.
Seit einigen Jahren arbeite ich mit dem Buchautoren, Günther Reiche, zusammen und illustriere seine Texte:
Veröffentlicht wurden:
Immer dagegen - eine Satirische Lektion über und Unsinn einer Schulordnung. (Buch) Das Leben ist schwer - nehmen wir es leicht. Gesammelte Sprüche von Günther Reiche (Kalender) Bescheidenheit und Ehrlichkeit sind Zierden des Lebens, doch sucht man sie vergebens. (Kalender)
Diese Werke wurden in meinem Verlag “EDITION BUCH UND KUNST” veröffentlicht.
Seit 2006 arbeite ich an einer Chronik über den Stadtteil Leonberg - Ramtel.
Neben der Zeichenkunst ist für mich die Weberei ein sehr wichtiges Ausdrucksmittel. Aus vorwiegend selbst gesponnenen, strukturreichen Fäden Impressionen aus der Umgebung wiederzugeben, ist für mich genauso faszinierend, wie mit Feder und Bleistift zu arbeiten. Spezialisiert habe ich mich auf die Bildweberei und hier auf die Miniaturweberei. Motive in kleinen Bildformaten oder Broschenformen haben nicht nur ihren besonderen Reiz, sondern finden auch an der kleinsten Wand ein Plätzchen
Viele Jahre führte ich auf Kunsthandwerkermärkten das Spinnen mit dem Spinnrad wie auch mit der Handspindel vor oder zeigte verschiedene Webtechniken an einem Webrahmen vor.
